Schwarzer Trüffel und weißer Trüffel auf Fass

Trüffelhonig

Egal ob süß oder herzhaft, der Trüffelhonig passt zu einfach allem. Die ungewöhnliche Mischung der Pilze mit dem Honig lockt Freunde der exotischeren Küche und neugierige Köche. Durch die Verbindung von herzhaften Pilzen und Honig als süßem Träger erschafft eine große Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten. Vom Veganen Nachtisch bis zum fleischlastigen Hauptgericht, du wirst schon die richtige Speise für dich finden und der Trüffelhonig wird diese abrunden.

Trüffelhonig im Glas
Trüffelhonig im Glas

Herstellung und Verwendung

Trüffelhonig ist die süßeste Form in der Trüffel vorkommen können. Unter Trüffelhonig versteht man das Ergänzen eines Honigs mit geraspelter oder gehobelter Trüffel. Mit einem Trüffelhobel, oder wahlweise einem Messer wird die Trüffel in kleine Stücke zerteilt und mit dem Honig vermischt.

Je nach Vorliebe können verschiedene Honig Sorten verwendet werden. Beliebt und bekannt ist der Akazienhonig. In Deutschland wird der Akazienhonig von sogenannten „falschen Akazien“, den Robinien gewonnen. Der Honig zeichnet sich durch seinen hohe Fruchtzuckergehalt aus und ist perfekt zum Süßen von Vorspeisen und Desserts. Da schon die Trüffel eine außergewöhnliche Zutat ist und nicht mit billigen Produkten vermischt werden sollte, bietet sich dieser einheimische Honig perfekt an.

Lagerung

Neben seinem feinen Geschmack hält sich der Honig auch eine besonders lange Zeit bevor er auskristallisiert. Da Honig in seiner Natürlichen Form viele Vorteile bietet, wird er ganz ohne Aufwand lange haltbar und lecker bleiben. Honig lagert am besten, wie vieles andere kühl, trocken, dunkel und hier besonders wichtig: Geruchs neutral. Zu hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung können die im Honig vorhandenen Enzyme beeinflussen und damit seine ursprüngliche Form verändern. Da der Honig hygroskopisch ist zieht er gerne Feuchtigkeit an. Mit seiner Vorliebe Gerüche und Geschmäcker anderer Stoffe anzunehmen hat er eine schöne Eigenschaft, die bei der Lagerung besonders beachtet werden sollte. Dank dieser nimmt er den Geschmack der Trüffel in seiner Gänze auf, doch sollte vor anderen Kochgerüchen und ähnlichem geschützt werden.

Welche Unterschiede gibt es beim Trüffelhonig?

Die Qualität und der Geschmack hängen größtenteils vom gewählten Honig und der Trüffel ab. Der Honig darf mit seinem Eigengeschmack die Trüffel nicht überwiegen, sondern sollte im Bestfall das Aroma hervorheben. Für das beste Ergebnis, wenn der Trüffelhonig selber gemacht wird, solltest du dich bei Imkern in der Nähe informieren, welcher der qualitativ beste Honig ist.

Das Geschmackserlebnis ist aber auch von der Trüffel und dem Mischungsverhältnis abhängig. Es gibt Honige die mit weißer oder schwarzer Trüffel versetzt werden. Welche Trüffel für dich die richtige ist liegt am persönlichen Geschmack.

Weiter verbreitet ist die Verwendung von schwarzer Trüffel. Du solltest auch immer darauf achten, ob zusätzlich Aromen verwendet wurden um den Honig aufzuwerten. Eine hochklassige Trüffel sollte in der Regel genug Geschmack und Aroma mitbringen, so dass auf Zusätze verzichtet werden kann.

Trüffelhonig kaufen

Einer der wichtigsten Unterschiede bei Trüffelhonig, so wie bei Trüffelöl und weiteren mit Trüffel ergänzten Lebensmitteln, ist der prozentuale Anteil der Trüffel zum Produkt. Dies beeinflusst nicht nur, wie erwartet, den Geschmack, sondern auch den Preis. Der Anteil der Trüffel im Honig kann hier schnell zwischen 1,5% und 10% schwanken. Hier spielt die gewünschte Anwendung und die eigenen Vorlieben die größte Rolle. Wird der Honig zu geschmacklich eher milden Speisen gereicht, dann sollte dieser auch nur eine Note des Trüffels mittragen. So wird der Eigengeschmack der Zutaten in eine schöne Kombination gebracht, ohne das einzelnes zu dominant ist.

100 Gramm Trüffelhonig kosten je nach Qualität und Anbieter zwischen 10€ und 15€. Wie bei jeder Zutat die man beim Genuss von Trüffeln verwendet sollte diese nicht aus dem unteren Preissegment kommen. Auf künstliche Zusätze sollte generell verzichtet werden. Um der Trüffel und dem Geschmackserlebnis nicht entgegen zu stehen empfehlen sich regionale Produkte. Schließlich willst du der schon nicht günstigen Trüffel auch einen gebührenden Auftritt bieten.

Wozu passt der Trüffelhonig?

Trüffelhonig kann viele Speisen verfeinern. Vorspeisen werden durch die natürliche Süße mit dem Aroma der Edelpilze ebenso zu einem Erlebnis, wie die Käseplatte zum Dessert. Einfach warmen Ziegenkäse mit etwas Trüffelhonig servieren und für dich und deine Gäste wird der Nachtisch zum Geschmackserlebnis.

Besonders die Variation den süßen Honig mit herzhaften und teils sogar deftigen Zutaten gegenüberzustellen, erstaunt durch seine Vielfalt und fördert eines jeden Kreativität, neue Geschmäcker und Gerichte auszuprobieren. Wie immer steht dir in der Küche die Freiheit zu neues miteinander zu kombinieren und der Trüffelhonig ergänzt hervorragend die vielen Variationen, die dein Gaumen erfahren möchte.

Trüffelhonig selber herstellen

Falls Du auch mal selber experimentieren willst, statt den fertigen Trüffelhonig zu erwerben, zeigen wir Dir noch wie man auf einem kreativen Weg den Honig selbst mit Trüffel verfeinern kann.

Dazu braucht man:

  • 1g-15g Hochwertiger schwarzer Trüffel
  • 100g Milden Honig
  • Steriles Glas zur Lagerung

Der Trüffelanteil hängt ganz vom persönlichem Geschmack ab. Um nun den Honig flüssig zu bekommen, damit die Trüffel sich schön vermischen kann, erwärmen wir ihn und nehmen den Verlust von Enzymen im Honig in Kauf.

  1. Einen Topf voll mit Wasser auf etwa 85 Grad erhitzen und eine hitzebeständige Schüssel darüberlegen.
  2. Den Honig mit der klein gehackten Trüffel in der Schüssel vermischen und 10 Minuten im Wasserbad stehen lassen.
  3. Den Honig von der Hitze nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen. Danach in das Glas umlagern.

Die Hitze tötet sämtliche Bakterien und die Lagerung im Kühlschrank verlängert die Haltbarkeit des Honigs.