Hände halten Trüffel hoch vor Landschaft mit Weinbergen

Sommertrüffel

Die schwarzen Sommertrüffel „Tuber aestivum“ reifen von Juni bis September. Sie sind der Vorreiter der spätreifenden Variante Burgundertrüffel „Tuber uncinatum“, welche in den Monaten Oktober bis Februar reifen. Untersuchungen haben mittlerweile festgestellt, dass Burgunder- und Sommertrüffel der gleichen Art angehören und identisch sind.

Die Trüffel sind eine sehr unempfindliche Art. Sie bevorzugen basenreiche Kalk- und Mergelböden und wachsen bei verschiedensten Klimabedingungen. Sowohl im Hügelland als auch im Flachland sind die Pilze zu finden. Dementsprechend werden sie auch in Deutschland in vielen Regionen angebaut. Mittlerweile wurden sie von der Trüffelforschung in allen Bundesländern nachgewiesen. In Europa findet man Burgunder- und Sommertrüffel von den südlichen Mittelmeerländern bis hin nach Süd-Skandinavien.

sommertrüffel in schale
Sommer-Trueffel

Aussehen der Sommertrüffel

Sowohl Sommertrüffel als auch Burgundertrüffel haben eine dunkelbraune bis schwarze Außenhaut (Peridie), mit kleinen pyramidenartigen Erhebungen. Im vollendeten Reifestadium weist das harte Fruchtfleisch eine weiß-braune Maserung auf. Je nach Bedingungen werden die Knollen unterschiedlich groß. Sie haben in der Regel eine Größe von 2-8 cm im Durchmesser, welcher bei perfekten Bedingungen allerdings auch drüber liegen kann. So wurde beispielsweise im Jahr 2011 eine Riesentrüffel mit einem Gewicht von 533g in der Schwäbischen Alb aufgespürt.

Der Geschmack der Trüffel entfaltet ein feines Nuss-Aroma. Der Geruch ist angenehm fruchtig bis würzig. Da die Sommertrüffel durch die höhere Insektenaktivität und die sommerliche Witterung oft nicht die Reife und Qualität der Burgundertrüffel erreichen und einen eher milderen Geschmack haben, werden sie häufig als Würzpilz verwendet. Dies spiegelt sich auch im Preis wieder, wobei der Burgundertrüffel deutlich höher gehandelt wird.

Geruch und Geschmack der Sommertrüffel

In der Wahl ihrer Baumart sind die Pilze ebenfalls sehr flexibel. Sie bevorzugen Laubwälder, hierbei vor allem Eichen und Buchen, mit denen sie in Symbiose treten, aber auch in Verbindung mit Birke, Weide, Pappel, und Fichte wurden sie schon gefunden. Seltener findet man die Trüffel in Nadelwäldern.

Lediglich die Gastronomie unterscheidet zwischen Burgunder- und Sommertrüffeln, da Burgundertrüffel wegen ihres intensiveren Aromas von Trüffelliebhabern bevorzugt werden.