Hände halten Trüffel hoch vor Landschaft mit Weinbergen

Wintertrüffel

Die schwarze Wintertrüffel „Tuber brumale“ wird auch oft Muskattrüffel (ital. „Moscato“, frz. „Musquée“ genannt. Ihre Erntezeit liegt zwischen den Monaten Dezember und März und ist identisch mit der der Perigord-Trüffel. Auch das Verbreitungsgebiet dieser Trüffelart ähnelt der des Tuber melanosporum und erstreckt sich über die Trüffelregionen von Frankreich (Provence, Perigord, Burgund), die Italiens (Piemont, Lombardei, Ligurien, Venetien, Marken, Umbrien, Abruzzen und Latium) bis nach Spanien, auf den Balkan, nach Ungarn und in die Türkei. Der Edelpilz lebt mit den gleichen Bäumen in Symbiose wie  die Perigord-Trüffel. Sie bevorzugen vor allem Linden und Hasel. Allerdings können Muskattrüffel auch an weniger kalkhaltigen und feuchteren Orten gut gedeihen. Tuber brumale sind  interessante Trüffel für den Küchengebrauch, denn ihr Preis ist deutlich geringer als beispielsweise der des beliebten Perigords. Im Schnitt kosten Wintertrüffel nur ein Drittel dessen, was für Tuber melanosporum verlangt wird.

Wintertrüfffel auf Holz neben Raspel

Aussehen der Wintertrüffel

Die Tuber brumale weisen eine sehr feine aber unregelmäßig gebeulte Form auf. Sie werden im Schnitt zwischen zwei bis fünf cm groß, in Ausnahmefällen und unter perfekten Bedingungen auch größer. Die Haut (Peridie) der Wintertrüffel ist dunkelbraun bis schwarz. Viele kleine 1 bis 3 Millimeter breite, pyramidenförmige Warzen zieren die Oberfläche. Diese sind alleine schon mit bloßen Händen leicht abzubürsten. An der Basis der Warzen ist die Haut leicht rötlich.

Das Fruchtfleisch (Gleba) ist am Anfang der Reifezeit weiß und fest. Je nach Reifungsgrad wird es hellbraun bis dunkelgrau- braun. Es ist von weit auseinander liegenden weißen Äderchen durchzogen. Die Beschaffenheit der reifen Exemplare ist oft leicht glasig.

Geruch und Geschmack der Wintertrüffel

Die Meinungen über den Geruch der Muskattrüffeln sind sehr gespalten. Auf der einen Seite wird er als weniger würzig sondern vielmehr muffig, moschusartig-aggressiv und insgesamt weniger angenehm aufdringlich beschrieben. Andere sprechen von einem Duft nach sauren Früchten wie beispielsweise Äpfel oder Zitronen. Er enthält einen Hauch der Moschusnote. Im Endeffekt ist aber klar, dass Trüffel keinen einheitlichen Geruch haben. Er ist immer von den Wachstumsbedingungen und dem Reifegrad abhängig.

Auch hinsichtlich des Geschmacks besteht keine Einigkeit. Manche sprechen von einem pfeffrigen, kräftigen und angenehmen Geschmack der Wintertrüffeln. Andere wiederum davon, dass sie bitter seien und nach Moos, Humus und Erde schmecken würden. Ebenso erinnern sie aber auch an süße Muskatweine.